Mallorca-Akne

Mallorca gab der Mallorca-Akne ihren Namen

Inhalt

Mallorca-Akne:

Ein Hautausschlag verursacht durch die Sonne

Manche von uns bekommen nach dem ersten Sonnen einen juckenden Ausschlag.

Im Gesicht, am Halsausschnitt, auf den Oberarmen rötete sich auf einmal die Haut. Bläschen tauchen auf und ein nervender Juckreiz stellt sich ein.

Es gibt tatsächlich Ausschläge, die durch Sonnenlicht hervorgerufen werden. Man nennt sie deshalb Lichtdermatosen (Dermatose = Hautveränderung).

Lichtdermatosen treten bei Betroffenen in vielen unterschiedlichen Ausprägungen auf:  z. B. Rötung, Bläschen, Knötchen, nässende Hautdefekte oder Hautverdickung. Deshalb erhielten die Lichtdermatosen  das Adjektiv polymorph = vielgestaltig. Gemeinsam ist ihnen meist der Juckreiz.

Bei jeder betroffenen Person tritt die Lichtdermatose in einer bestimmten Form auf. Diese individuelle Ausprägung der Dermatose tritt dann meist immer wieder, in dieser „persönlichen“ Variante, auf.

Die bekannteste Form der polymorphen Lichtdermatose ist die Mallorca-Akne (Akne aestivalis). Sie zeigt manchmal Akne ähnliche Symptome: kleine, derbe, hautfarbene oder rote Knötchen, mit oder ohne Mitesser, selten eitrig, manchmal nässend – vielgestaltig eben  😉 . Für eine genaue Diagnose befragen Sie Ihren Arzt!

Was genau passiert da?

  • UVA Strahlen gelten als Auslöser.
  • Der genaue Mechanismus ist noch nicht bekannt. Eine klassische allergische Reaktion ist es vermutlich nicht. Die Bezeichnung Sonnenallergie ist deshalb nicht zutreffend.
  • Man vermutet, dass freie Radikale, die unter UVA Bestrahlung entstehen, in Kombination mit den Haut eigenen Fetten oder Fetten aus Kosmetika oder Sonnenschutzmitteln zu einer Verstopfung und anschließend zu einer Entzündung der Talgdrüsen führen.
  • Mallorca-Akne kann aber auch ohne das Aufbringen von Cremes entstehen.

Wo tritt Mallorca-Akne auf?

  • Sie tritt (nur) an  sonnenexponierten Arealen (Gesicht, Oberarme, Dekolleté, Schienbeine, Rücken) auf.
  • meist im Frühjahr oder Frühsommer nach der ersten Sonnenbestrahlung.
  • oder bei Urlaubern, die sich unvorbereitet längere Zeit starker Sonneneinstrahlung aussetzen.
  • Nach neuerlicher Sonnenexposition werden die Schübe im Laufe des Sommers meistens schwächer.

Wer ist betroffen?

  • Es trifft überwiegend erwachsene Frauen.
  • Man vermutet auch einen genetischen Einfluss.
  • Lichtdermatose treten in den letzten Jahren immer häufiger auf.

 Was kann man tun?

Vermeiden Sie die Entstehung der Mallorca-Akne:

  • Gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne.
  • Schützen Sie Ihre Haut durch dichtgewebte Kleidung.
  • Meiden sie ölige, fetthaltige Sonnencreme mit Emulgatoren. Verwenden sie Sonnengele wie z. B. LADIVAL allergische Haut Spray LSF 50 .
  • Verwenden Sie bereits ein paar Tage vor dem Sonnenbad fettfreie, parfumfreie Produkte
  • Achten Sie beim Sonnengel auf UVB und! UVA Schutz; LSF 30 oder größer; z. B. Ultrasun Face SPF 50 welches einen 96% tigen UVA Schutz verspricht.
  • Manchmal hilft nur das Vermeiden von Sonne.
  • Denken Sie daran, dass UVA Strahlung Fensterglas wie z. B. im Auto durchdringt! Hier helfen UV undurchlässige Schutzfolien.
  • Der Arzt kann evtl. durch eine Phototherapie helfen. Hier wird die Haut mit künstlicher UV-Strahlung auf die Sonne vorbereitet. Unter Umständen werden zusätzlich Medikamente verabreicht.

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Für den Fall, dass die Mallorca-Akne aufgetreten ist:

  • Meiden Sie weitere UV-Bestrahlung!
  • Nicht kratzen! Dies führt zur Entzündung.
  • Verwenden Sie nur fettfreie Apres-Sun Produkte z. B. Ladival allergische Haut Après Gel
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  • Lassen Sie beim Duschen das Duschgel weg; klares Wasser genügt.
  • Tragen Sie auf die betroffenen Stellen kein Parfum auf.
  • Bei starkem Juckreiz hilft ein Kortison- oder Antihistaminhaltiges Gel. Fragen Sie in der Apotheke.
  • Meistens klingt dieser Ausschlag folgenlos ab.
  • Bei heftiger oder langanhaltender Entzündung suchen Sie einen Arzt auf!

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Dr. Andrea Zgaga-Griesz
azg

Mit einer Promotion in Biologie und jahrzehntelanger Berufserfahrung in den Life Sciences steht Dr. rer. nat. Andrea Zgaga-Griesz für wissenschaftliche Präzision im digitalen Raum. Sie ist erfolgreiche Sachbuchautorin und teilt ihr Fachwissen als Bloggerin sowie als Expertin für Schulungen gemäß UV-Schutzverordnung. Hier schreibt sie über risikoarmes Bräunen und verwandte Themen aus der Welt der Biologie und Physik

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Über azg 103 Artikel
Mit einer Promotion in Biologie und jahrzehntelanger Berufserfahrung in den Life Sciences steht Dr. rer. nat. Andrea Zgaga-Griesz für wissenschaftliche Präzision im digitalen Raum. Sie ist erfolgreiche Sachbuchautorin und teilt ihr Fachwissen als Bloggerin sowie als Expertin für Schulungen gemäß UV-Schutzverordnung. Hier schreibt sie über risikoarmes Bräunen und verwandte Themen aus der Welt der Biologie und Physik

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